Mein Frauchen hat mich ja Anfang Oktober in Berlin sitzen lassen. Kurz darauf hat sie die Frechheit besessen, mich durch einen Kater zu ersetzen!
Er heißt Leo und ist ein Maine Coon Kater. Er kommt von einem Gnadenhof und nun macht er sich in Frauchens Wohnung breit.
Sie haben mich einmal mit zu ihr genommen und ich musste mir ein ganzes Wochenende diesen Blödmann antun. Der bildet sich nämlich ein, was Besseres zu sein. Er greift mich an und knurrt, obwohl ich gar nix mache!
Also ja, ich gebe zu, ich jage leidenschaftlich gerne Katzen - aber bei Leo hatte ich bisher nicht mal die Chance!
Frauchen und ihr Freund haben deshalb beschlossen dem eingebildeten Katzentier noch ein wenig mehr Eingewöhnungszeit zu geben. Jetzt darf ich erst mal nicht zu Frauchen und sie kommt doch nur so selten nach Berlin! Zum Glück hat mich mein anderes Frauchen am Nikolaustag als Überraschung mitgenommen und der blöde Leo wurde im Wohnzimmer eingesperrt. Der wird schon noch merken, dass ich zu Frauchen gehöre.
Sie und ihr Freund haben beschlossen, dass ich im nächsten Jahr jedes Wochenende zu ihr darf und dass Leo Ärger bekommt, wenn er mir wehtun will. Ich hoffe das geht gut.
Wenn ihr den Satansbraten mal angucken wollt hier (ich denke nach der Geschichte habt ihr Verständnis dafür, dass es noch keine gemeinsamen Fotos gibt, oder?):
Am vergangenen Wochenende hat der Freund von Frauchen mich endlich mal wieder mit zu ihr nach Mecklenburg Vorpommern genommen.
Als ich reinkam, hatte Frauchen den Kampftiger vorsorglich im Wohnzimmer eingesperrt, so konnte ich in Ruhe Küche und Diele inspizieren. An diesem Abend habe ich den Kater auch nicht mehr zu Gesicht bekommen, die Türen blieben verschlossen.
Am nächsten Tag war es dann so weit. Frauchen kam aus der Fachhochschule zurück und nach einem kleinen Mittagessen ging die Tür zum Wohnzimmer auf; der Kater spazierte mir entgegen. Er blieb sofort stehen, als er mich sah. Doch dieses Mal fauchte er nicht und blieb ganz ruhig.
Später kamen wir uns dann sogar zum ertsen Mal etwas näher.
Etwas später traute sich Leo noch näher an mich heran. Ich blieb immer ruhig wenn er in der Nähe war. Auch wenn er an mir vorbei in ein anderes Zimmer huschte, blieb ich regungslos liegen.
Ich war auch noch in Rostock und in Warnemünde. Und auf Feld und Wiese. Hier könnt ihr dazu Bilder sehen (Vom Katzentier sind da aber mal wieder auch noch welche bei...).
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Zwar faucht das Katzentier mich nach wie vor an, wenn ich aus dunklen Räumen komme, oder mich ihm zu sehr nähere (natürlich darf er das aber bei mir machen, ist ja n Unterschied ob er das macht oder ich), aber alles in allem klappt es gut und Frauchen und ihr Freund können entspannt das Wochenende mit uns verbringen.
Es wird immer besser. Jedoch ist er nach wie vor mit Vorsicht zu genießen, wie eine Bekannte von Frauchen kürzlich schmerzlich erfahren musste. Er wird wohl nie über seine schlimmen Erlebnisse hinwegkommen...